Ordnungsrahmen für Wissensmanagement: Aufruf zur Diskussion

Dada Lin Konferenzen 7 Comments

wmlogoUnter dem Motto „Der Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens“ findet an der Universität Passau vom 14.-15. März die 7. Konferenz „Professionelles Management“ statt. Im diesjährigen Call for Papers liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Konsolidierung der sehr heterogenen, teils konkurrierenden Modelle und Konzepte im Wissensmanagement – mit dem Ziel einer Harmonisierung der unterschiedlichen Teilkonzepte.

Das Knowledge Research Center (e. V.) möchte zu dieser Zielstellung mit der Entwicklung eines Ordnungsrahmen für den Diskurs im Wissensmanagement beitragen. Der Ordnungsrahmen, welcher auf der Konferenz „Professionelles Wissensmanagement“ erstmalig vorgestellt wird, soll eine Explikation der verschiedenen Haltungen, Grundpositionen sowie Begriffsbedeutungen (z.B. „Was ist Wissen?“) ermöglichen, und damit mehr Transparenz und Verständigung bewirken. Weitere Informationen zum Ordnungsrahmen sind hier zu finden.

Gemäß dem Motto der Konferenz „Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens“ möchten wir an dieser Stelle die Wissensmanagement-Community aufrufen, die vorliegende erste Version des Ordnungsrahmen gegenzulesen und um eigene Erfahrungen und Vorschläge zu ergänzen. Daher bitten wir die Wissensmanagement-Community, den Vorschlag kritisch aus der jeweils eigenen Positionierung gegenzulesen und um eigene Erfahrungen und Vorschläge zu ergänzen. Zudem sollen im Abgleich mit vorhandenen wissenschaftlichen Werken Lücken in der Dimensionierung aufgedeckt und nach Möglichkeit durch die Einführung zusätzlicher Unterscheidungsmöglichkeiten geschlossen werden. Diskussionsleitend können folgende Fragen sein, deren Beantwortung direkt mittels der Kommentarfunktion auf dieser Seite erfolgen kann:

  • Stellt der Ordnungsrahmen in seiner aktuellen Form für die Community-Mitglieder einen Nutzen dar?
  • Lassen sich die wissenschaftlichen Beiträge der Mitglieder nahtlos in den Ordnungsrahmen einordnen?
  • Welche Dimensionen sind dafür essentiell, welche sind weniger wichtig und welche fehlen gegebenenfalls?
  • Sind die Ausprägungen der Dimensionen erschöpfend?
  • Welche Aspekte oder Inhalte sollte eine überarbeitete Version des Ordnungsrahmens enthalten?

Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion!

 

Comments 7

  1. Christine Erlach

    Euer Vortrag (und vor allem die Idee) zum Ordnungsrahmen hat mir hervorragend gefallen! Wie einfach wäre die Welt, wenn allen Fachbeiträgen ein solcher Ordnungsrahmen voranstünde, der auf einen Blick eine Verortung der Autoren zu deren Grundannahmen und Blickrichtung ermöglicht.
    Die auf der Tagung diskutierte Idee, eine Datenbank zu entwickeln, in der Fachbeiträge mitsamt diesem Ordnungsrahmen aufgeführt werden, ist in meinen Augen sehr sinnvoll und könnte ein echter Mehrwert für die Wissensmanagement-Community werden.
    Eine inhaltliche Anmerkung für die Diskussion bleibt mir noch: die gesamte untere Spalte über die Art der Forschung ist in meinen Augen nicht zielführend, da die Abgrenzungen zum Teil schwer zu treffen sind und weil wir, ob wir wollen oder nicht, Forschungsbeiträge höher werten als „Meinungsäußerungen“ oder „Erfahrungsberichte“ – daher werden sich viele Autoren schwertun, diese Häkchen zu setzen.
    Alle anderen Dimensionen sind aber sehr hilfreich und treffend!
    Viele Grüße,
    Christine Erlach, NARRATA Consult

  2. Pingback: Zu Gast auf der Konferenz “Professionelles Wissensmanagement 2013″ | wissensmanagement excellence.

  3. Pingback: Ordnungsrahmen für Wissensmanagement: Aufruf zur Diskussion | wisnet

  4. Pingback: Ordnungsrahmen für Wissensmanagement: Aufruf zur Diskussion | weiterbildungsblog

  5. Pingback: Ordnungsrahmen für Wissensmanagement | Wissensmanagement Hochschule Hannover

  6. ni

    Zur Einschätzung der Klassifikation müsst man wissen, ob innerhalb eines Kästchens die Felder exklusiv oder auch mehrfach ausgewählt werden können. Zum Beispiel sehen ich „Innovation“ nicht als disjunkte Menge von der „Wissensteilung“ an. Allgemeiner formuliert, stellt sich die Frage nach kontinuierlichen oder diskreten Skalen.
    Schwierigkeiten bereitet mir auch die m. E. veraltete unterscheidung zwischen Praktikern und Forschenden. Aristotel hat diese Kluft schon einmal überbrück und auch für diese Doäne Recht behalten.
    Die Handlungsfelder scheinen mir etwas unausgewogen, da hier soziale, kulturelle und technologische Aspete mit organisatorischen unter einem Hut gebracht werden. Ich finde ein jeder Aspekt kommt nicht ohne den anderen aus und müsste ohnedies weiter differenziert werden.

    Viele Grüße,
    ni

    1. Paul Kruse
      Paul Kruse

      Hallo ni,

      vielen Dank für das Feedback und die Hinweise.
      Die Einordnungsmöglichkeiten sind durchaus vielfältig zu betrachten. Eine rein exklusive Einordnung in die eine oder andere Richtung ist dabei nicht beabsichtigt. Vielmehr soll in den verschiedenen Klassifikationsmöglichkeiten eine Mehrfachnennung möglich sein. Das von Ihnen erwähnte Beispiel erklärt die nötige Offenheit schon recht gut.
      Was Ihren anderen Hinweis angeht, so sind wir uns natürlich der Schwierigkeiten manch einer Einordnung bewusst. Auch die Abhängkeiten zwischen den einzelnen Dimensionen ist z.T. nicht von der Hand zu weisen. Dennoch glauben wir, dass durch die Kommunikation insbes. der Schwerpunkte eines Beitrages zum Wissensmanagement die Verständlichkeit dieser kommuniziert werden kann.

      Beste Grüße
      Paul Kruse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.